Artikel von Franz van den Berg

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    • Artikel von Franz van den Berg

      Lieber Leserinnen und Leser,

      wer Zugriff auf die pt Zeitschrift für Physiotherapeuten hat sollte sich in der Ausgabe Januar und Februar die Artikel durchlesen von

      Franz van den Berg "Wie viel Kraft brauchen wir?"

      und den Beitrag von
      Tobias Bergerhoff "Dehnung in der kinderphysiotherapeutischen Behandlung"

      beide besprechen Themen, die für unser Arbeitsverständnis interessant sind.

      Viele grüße an alle

      Klaus
    • RE: Artikel von Franz van den Berg

      Hallo an alle!

      jetzt kam der Folgeartikel von van den Berg in der pt. Er schrieb darin u.a.:

      „Zwang und Gewalt führt zu Gegenreaktionen und zur Abwehr. Der Therapeut sollte also mit Respekt... behandeln.“ und dass er Riesenschwierigkeiten hätte seine Seminarteilnehmer davon zu überzeugen mit weniger Kraft zu arbeiten, nicht hart zu dehnen etc..

      Das klingt in Ortho-Bionomisten Ohren sehr gut ... ist ja schön, wenn anerkannte Therapeuten auch auf unsere Spur finden.


      Es könnte sich in Anlehnung an van den Bergs Artikel lohnen, die Therapieplanung dreistufig anzulegen.

      1. Am Anfang gibt es die besten Ersteffekte. In der ersten Stufe erfährt der Patient mehr eine Behandlung durch den Therapeuten, mit der die positiven Ersteffekte angestoßen werden.

      2. Die Entfaltung der funktionellen Reserven durch OB verändert die physiologische Mitte der funktionellen Aktivitäten. Wenn unsere Patienten sich häufiger und näher an ihre absoluten, weil strukturell definierten Bewegungsgrenzen wagen, werden immer wieder aufs Neue die Reize gesetzt, die eine morphologische Anpassung einleiten( im Artikel stand viel über die anatomischen Möglichkeiten einer Veränderung) . In dieser zweiten Stufe, in der der Behandlungsabstand etwas ausgedehnt werden kann wird der Fokus zunehmend auf die Anleitung zu Eigenübungen gelegt.

      3. Der dritte Abschnitt mit großen Zeitabständen dient vor allem der Kontrolle und Anpassung der Eigenübungen und gegebenenfalls einer zusätzlichen Intervallbehandlung durch den Therapeuten.

      In diesem Stufenplan wären die anfangs therapeutisch rasch erzielbaren funktionellen Ersteffekte ebenso berücksichtigt wie die Notwendigkeit einer anhaltenden Aktivität um über Tage bis Monate die morphologischen Umbauvorgänge zu unterstützen. Das passt gut zu unseren Praxiserfahrungen.

      Viele Grüße

      Klaus

      PS: Parallel gab es noch zwei spannende Artikel über das Dehnen bei Kindern mit Spastik von Tobias Bergerhoff